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Flag ReasonForTreason August 3, 2012 2:57 AM PDT
So sitzen die Helden dann am Abend dieses ereignisreichen Tages gemeinsam im "Weißen Hirschen", um bei Wein, Vistanischem Eintopf und Sauerbraten Reisevorbereitungen zu treffen. Von Shaelu wissen sie bereits, dass die verschiedenen kleinen Goblinlager allesamt nicht in mehr als wenigen Tagesreisen zu erreichen sind; eine zwar kurze, aber auch recht beschwerliche Reise - es gibt nur eine einzige Reichsstraße durch den Zeckenwald, die Moore im Süd-Osten sind bis notdürftig begehbar gehaltene Pfade vollständig unerschlossen, und das Teufelsplateau trägt seinen Namen nicht zu unrecht. Auch Garridan, der sich redlich Mühe gibt, allzu aufdringliche Gäste vom Tisch der Helden fernzuhalten, bemerkt im Vorbeigehen, dass er die Helden ob ihrer Reise nicht beneidet, empfiehlt ihnen aber noch einen Pferdehändler und einen Wagenbauer, der ihnen einen guten Preis machen würde.


Zur selben Zeit betritt der örtliche Kammerjäger Dolgrim Hochthaler den Weißen Hirschen. Der grummelige Zwerg, dessen mit Fallen, Armbrüsten und allerlei zweifelhaft stinkender Substanzen beladene Gestalt ein bekannter Anblick in den Straßen der Stadt ist, schiebt sich unter leisem Fluchen in die überfüllte Taverne, um sich einen Feierabendtee am Tresen zu gönnen. Eigentlich ist der Hirsch nicht sein bevorzugtes Wasserloch, da ihm das luftig-helle shoantische Interieur nicht sonderlich zusagt... doch angesichts der vorgerückten Stunde und der Nähe zu seinem heutigen Kunden, entschied er sich gegen einen Trip durch die halbe Stadt zum Rostigen Drachen.

Eine Weisung Desnas, wie sich alsbald herausstellt! Amele Bennett, eine Näherin aus Sandpoint und Dolgrim zumindest vom Antlitz her bekannt, berichtet am Nebentisch aufgeregt von den Albträumen ihres Sohnes Aeren, die in den Tagen nach den Goblinangriffen auftraten, von ihrem Gatten Aldergast aber als kindisches Gewäsch abgetan wurden. Nun allerdings sei Aeren schreiend des Nachts mit Bisswunden auf seinem Arm aufgewacht und aus dem Zimmer geflohen. Dolgrim zögert nicht lange, nur gerade so lange, wie es dauert, seinen Becher zu leeren, und stürmt aus der Taverne. Im Haus der Bennetts bietet sich ihm ein grausames Bild. Der Junge ist nirgendwo zu finden, und die blutverschmierte, verstümmelte Leiche Aldergasts liegt, mit dem Kopf voran, im Wandschrank des Kinderzimmers. Neben ihm, die kümmerlichen Reste des Haushunds Petal, eine krude Eisenklinge tief in seinem Schädel steckend.


In einem Hohlraum unter dem Wandschrank hat sich ein Goblin verkrochen, der Dolgrim nur Sekunden, nachdem dieser den Leichnam des armen Familienvaters aus dem Schrank gezogen hat, ins Gesicht springt. Zähne und Fingernägel des halb wahnsinnigen Goblins schlagen zwar einige Wunden, Dolgrim macht dennoch kurzen Prozess mit dem Angreifer. Aeren findet er, panisch und mit vor Angst geweiteten Augen in der Speisekammer. Der grummelige Zwerg schleift den Körper des Goblins auf die Straße, informiert Amele noch kurz nonchalant über das Ableben ihres Gatten und kehrt dann zurück in seine Unterkunft. Die Stadtwache kümmert sich um alles weitere.
Doch bevor der Zwerg ganz verschwinden kann, passen ihn diese Wichtigtuer, die alle Welt die "Helden von Sandpoint" nennt, auf der Straße ab. Man müsste diesen Vorfall untersuchen, wohlmöglich verstecken sich ganze Goblinhorden in den Kellern der Stadt - kurz: panisches Weibergewäsch. Die umstehenden Bürger tun da ihr übriges, um die Stimmung aufzuheizen. Stadtwächter, Helden und Bürger reden nun alle durcheinander, bis Dolgrim zustimmt, bei Bürgermeisterin Deverin seine Aufwartung zu machen, um ihr eine Durchsuchung der Stadt anzubieten. Ein gutes Geschäft wird der Zwerg nicht ausschlagen!

Am nächsten Tag treffen sich Helden und Zwerg im Rathaus Sandpoints. Kendra Deverin dankt den Helden noch einmal persönlich und bittet sie, mit Dolgrim die Keller der Stadt nach weiteren Angreifern zu durchsuchen. Gegen Bezahlung von 50 Goldmünzen, versteht sich.
Gesagt, getan.
Den restlichen Tag durchstöbern die Gefährten in Begleitung einiger Gardisten die Keller und Weinkeller aller größerer Gebäude. Flugblätter weisen die Bevölkerung darauf hin, Verdächtiges sofort der Stadtwache oder der Miliz zu melden. Doch die Suche bleibt zumindest an diesem Tag vergebens. Am Abend treffen sie sich im Rostigen Drachen, wo Aldren sie zum Abendessen einladen will. Doch Ameiko Kaijitsu, Wirtin des Drachen und Tochter der Kaijitsus, der Glasbläser- und Handwerkergilde der Stadt, wirkt nervös und abwesend. Auf Nachfrage berichtet sie, dass sie einen Brief ihres Bruders Tsuto erhalten habe. Tsuto, unehelicher Sohn der Kaijitsus und nach einem Streit bei der Beerdigung seiner Mutter vor fünf Jahren nicht mehr in Sandpoint ansässig, hat ihn ihr am Morgen des gleichen Tages zukommen lassen.

Die Gefährten stimmen zu, sich der Sache anzunehmen und an ihrer statt zum Treffen aufzutauchen. Eine kurze Nachfrage beim Familienanwesen der Kaijitsus ergibt, dass Lonjiku die schon seit gestern nicht mehr zu Hause war, und auch Yuko, die Hausdienerin und Assistentin verschwunden sei. Bei Einbruch der Nacht und zunehmenden Nebel, der vom Hafe her über die Stadt kriecht, macht sich die ungleiche Gemeinschaft auf zur Glasbläserei.


Das große Gebäude liegt in völliger Dunkelheit, als sie nach kurzem Fußmarsch eintreffen. Zwar quillt Rauch auf den Schornsteinen, doch auf ihr Klopfen antwortet niemand. Auch zwei Lieferanten, die ihren Wagen mit Meersand vor der Lagereinfahrt abgestellt haben, haben feststellen müssen, dass niemand auf ihr Klopfen und Rufen öffnete. Die düstere Vorahnung der Gruppe wird sich kurz darauf bestätigen. Mit einem Schlüssel verschaffen sie sich Zugang zum Gebäude und stellen fest, dass das gesamte Inventar verwüstet wurde. Die Arbeiter sind verschwunden; Blutlachen und verschmierte Fußabdrücke kleiner Füße lassen ihr Schicksal erahnen. Der Tresor ist leergeräumt, ebenso das Lager für Edelsteine und Gold- und Silberstaub. Als die Gefährten vor den Türen zur Fertigungshalle stehen, vernehmen sie bereits das vergnügte Kreischen und Kichern von Goblins. Ein gutes Dutzend der boshaften Kreaturen verbrennen die Leichen der Arbeiter in den Schmelzöfen, bewerfen sich mit Glasflaschen und kostbaren Karaffen und stiften Chaos in der einst so aufgeräumten Bläserei. Über all dem thront ein in Glas eingegossener, alter Mann. Seine Kehle wurde aufgeschmitten und hat der dicken Schicht aus geschmolzenen Glas eine rot-schimmernde Farbe verliehen.

Die Gruppe zögert nicht lange und nutzt ihr Überraschungsmoment! Die Hälfte der grünhäutigen Wesen stirbt, noch bevor diese überhaupt Notiz von den Angreifern nehmen, die restlichen Kreaturen fallen nach kurzem Kampf.
Flag ReasonForTreason September 8, 2012 3:18 AM PDT
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